Jagodzianki – Süße polnische Hefebrötchen mit Blaubeerfüllung

Heute habe ich mal wieder ein polnisches Rezept für Euch: Jagodzianki. Das sind süße Hefeteilchen mit einer Blaubeerfüllung. Diese süßen Brötchen gehören in Polen zum Standardrepertoire jeder Bäckerei. Kennt Ihr diesen polnischen Klassiker?

Für mich gehören Sie zu einem Polenbesuch unbedingt dazu. Im Sommer werden Sie sogar von fliegenden Händlern direkt am Strand verkauft 😉 . Sonne, Meer und süße Hefeteilchen – was will an mehr?

Im Winter kann man für die Teilchen auch sehr gut auf eingeweckte Blaubeeren zurückgreifen.  Lediglich gut abgetropft müssen sie sein! Solche eingelegten Blaubeeren habe ich auch heute für mein Rezept verwendet.

In der Regel wird das süße Gebäck mit einem Überzug aus Zuckerguss verfeinert. In meiner heutigen Variante habe ich diesen aber durch ein paar Butterstreusel ersetzt. Sehr lecker!

jagodzianki - polnische blaubeerhefeteilchen

Zutaten für ca. 12 Teilchen:

500 g Mehl
250 ml Milch
50 g Zucker
1/2 Würfel frische Hefe
80 g zerlassene Butter
1 Ei
1 gute Prise Salz
Zitronenabrieb von 1/2 Bio-Zitrone
300 g Blaubeeren (hier eingelegte)

Für die Streusel:
3 EL Mehl
3 EL Zucker
80 g kalte Butter

Für den Hefeteig zunächst Mehl mit Zucker, Zitronenabrieb und einer Prise Salz vermengen. Die Milch lauwarm erwärmen und die Hefe darin auflösen. Dann das Ei zur Milchmischung zugeben und gut verrühren. Zuletzt die zerlassene Butter unterrühren und die flüssigen Zutaten nun gut mit den trockenen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten.

Den Teig in einer bemehlten Schüssel abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen des Teiges etwa verdoppelt hat. Das dauert so ca. 1 Stunde.

zubereitung jagodzianki
Den Teig nun auf einer bemehlten Fläche ausrollen und in ca. 12 gleich große Portionen schneiden.

Die Blaubeeren gut abtropfen. (Da ich die eingelegten Beeren verwendet habe, habe ich sie nicht extra gezuckert. Wenn man frische Blauberren verwendet, kann man diese noch mit ca. 3 EL Puderzucker mischen)

Nun je einen gehäuften EL Blaubeeren sorgfältig mit dem Hefeteig umhüllen, zu ovalen Laibchen formen und die Teilchen dann mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Für die Streusel alle Zutaten gut verkneten und dann die Streusel über den Teilchen zerbröseln.

Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C  ca. 25 min. backen. Schmecken übrigens lauwarm ebenfalls wunderbar!

jagodzianki frisch aus dem Ofen

 

Orangenduft liegt in der Luft: Orangenrote Marmelade

Ich gebe zu, ans Marmelade einkochen denke ich normalerweise eher im Sommer oder Frühherbst, wenn die süßesten Beerenfrüchte in satten Mengen an den Sträuchern hängen und nicht gerade jetzt im Januar. Doch für diese wunderbar fruchtige Orangenmarmelade, für die insbesondere die Briten weltberühmt sind, ist genau jetzt, im Januar bzw. Februar, die richtige Saison.

Für meine Marmeladenversion habe ich nicht die klassischen Bitterorangen (oder Pomeranzen wie sie auch genannt werden) verwendet, sondern die rotfleischigen Blutorangen, denn die mag ich besonders gerne.

Mit ihrer süß-fruchtigen und zugleich leicht herben Note eignet sich diese Marmelade nicht nur hervorragend zum Frühstück aufs Brot, sondern auch zur Verfeinerung von Desserts und Kuchen oder zum Glasieren von Fleisch (wie z. B. Ente oder Lamm).

Beim Kochen wird das ganze Haus zudem herrlich in einen fruchtigen Orangenduft eingehüllt und eine Vorfreude auf den Frühling macht sich überall breit.

blutorangenmarmeladeZutaten für 4 Gläser á 200 ml:

7 Blutorangen (nach Möglichkeit Bio, zumindest eine sollte aber auf jeden Fall Bio sein)
1 Zitrone
500 g Gelierzucker (1:2)

Eine der Blutorangen (Bio!) mit Hilfe eines Sparschälers abschälen und die Schale in dünne Streifen schneiden. Die Orangen dann filetieren, also das Fruchtfleisch herauslösen und die Orangen anschließend gut auspressen. Auch die Zitrone auspressen.

blutorangenmarmeladeDen aufgefangenen Orangensaft mit den Filets, der Orangenschale und dem Zitronensaft in einen großen Topf geben, den Gelierzucker hinzufügen, umrühren und das Ganze ca. 2 Stunden stehen lassen.

Nach etwa 2 Stunden wird der Topfinhalt erhitzt und unter Rühren einige Minuten lang, leicht sprudelnd eingekocht.

blutorangenmarmeladeDen entstehenden Schaum abschöpfen und nach einer gelungenen Gelierprobe (einen Klecks Marmelade auf einen kleinen Teller geben. Wird diese bereits nach kurzer Zeit fest, ist die Gelierprobe bestanden, andernfalls wird noch weiter eingekocht.) die Marmelade in sterilisierte Gläser abfüllen. Diese direkt fest verschließen und für ca. 5 Minuten auf den Kopf stellen.

blutorangenmarmelade

Für die Speisekammer: Eingelegter Wintersalat aus grünen Tomaten

Jetzt ab Mitte September sind die Temperaturen draußen nicht mehr hoch genug, um die restlichen Tomaten im Garten reif werden zu lassen. Sie würden eher am Strauch verfaulen bevor sie rot werden. Man kann diese natürlich auch zu Hause nachreifen lassen. Ich habe aber noch zu viele grüne Tomaten. Zum Glück hat schon meine Mutter immer die restlichen grünen Tomaten der Saison zu einem Wintersalat eingemacht. In Polen ist dieser Salat sehr bekannt. Und genau dieses Rezept möchte ich heute mit Euch teilen.

Für den Wintersalat werden die grünen Tomaten süß-sauer eingelegt. Der Salat passt hervorragend als Beilage zu diversen Fleischgerichten oder Käse. Wenn Ihr also die Gelegenheit habt noch an grüne Tomaten ranzukommen, dann probiert diesen Salat mal aus.

eingelegte grüne TomatenZutaten:

1 kg grüne Tomaten
1 Zwiebel
30 g Salz
400 ml Wasser
100 ml Essig (5%-10%)
100 g Zucker
3 Lorbeerblätter
1 TL Piment
1 TL schwarzen Pfeffer
2 TL Senfsamen

Die Tomaten waschen und in dünne Scheiben schneiden. In einer Schüssel einschichten und jede Tomatenschicht jeweils mit Salz bestreuen. So verfahren, bis alle Tomaten eingeschichtet sind. Die Tomaten nun für ein paar Stunden (gerne auch über Nacht) zugedeckt stehen lassen.

eingelegte grüne TomatenDie Tomatenscheiben abtropfen lassen und die ausgetretene Flüssigkeit abgießen. Für den Sud nun Essig, Wasser und Zucker zusammen mit den Gewürzen aufkochen. Die Zwiebel schälen, in Ringe schneiden und mit im Sud aufkochen.

eingelegte grüne TomatenDie Tomatenscheiben nun in vorbereitete sterilisierte Gläser sehr dicht einschichten. Mit dem heißen Sud aufgießen und fest verschließen. Die Gläser nun noch 20 Minuten lang einkochen (entweder in einem Weckautomaten oder einem großen Topf mit Wasser).

Der Salat ist nach 1-2 Wochen verzehrfertig und schmeckt wunderbar zu Fleisch, Wurst oder Käse.

Gruß aus dem Norden: Fischfrikadellen mit Gemüse und Safransauce

Von Dänemark bis Schweden – Fischfrikadellen gehören zur skadinavischen Alltagsküche unbedingt dazu. Für das beliebte Gericht wird das hergenommen, was dem Angler gerade angebissen hat bzw. was der Fischhändler grad da hat.

Und welches Gewürz lieben die Skandinavier, insbesondere die Schweden? Richtig: Safran. Safran wird in Schweden gerne nicht nur herzhaft sondern sehr gerne auch süß verwendet, z.B. bei den traditionellen Lussekatter zum Luciafest im Dezember oder beim Saffranspannkaka, einer Art Safranpfannkuchen mit Milchreis und Mandeln.

Mein heutiges Rezept ist also ein wenig schwedisch angehaucht: Fischfrikadellen mit Safransauce. Für die Fischfrikadellen habe ich Kabeljaufilet verwendet. Die Sauce habe ich noch mit bunten Gemüsestreifen ergänzt. Ein leckeres Essen für die ganze Familie.

Übrigens: noch mehr schwedische Gerichte findet Ihr hier.

fischfrikadellen3Zutaten für 4 Portionen:

400 g Kabeljaufilet
1 altbackenes Brötchen
2 Eigelbe
je ein paar Zweige frischen Dill und Petersilie
etwas Paniermehl
2 Karotten
1 Zucchini
je eine rote und eine gelbe Paprikaschote
1 Fenchelknolle
200 ml Sahne
100 ml Weißwein
100 ml Gemüsebrühe
1 g Safran
Rapsöl zum Braten
Salz und Pfeffer

Für die Fischfrikadellen zunächst die Hälfte vom Kabeljau fein würfeln und die andere Hälfte in einem mixer kleinhexeln. Das Brötchen in Wasser einweichen, gut ausdrücken und zusammen mit den 2 Eigelben zum Fisch geben. Den Dill und die Petersilie fein hacken und ebenfalls zum Fisch hinzufügen. Nun das Ganze gut verkneten und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

fischfrikadellenAus der Fischmasse nun Frikadellen formen. Das geht am besten mit leicht angefeuchteten Händen. Die Frikadellen dann von beiden Seiten vorsichtig im Paniermehl wenden und im Öl von beiden Seiten goldgelb ausbacken.

fischfrikadellen2Für das Gemüse die Karotten, Zucchini, den Fenchel und die Paprika in schmale Streifen schneiden. Die Gemüsestreifen in etwas Öl anbraten und dann mit Salz und Pfeffer würzen. Den Weißwein angießen und den Safran hinzufügen. Die Sahne und die Brühe hinzufügen und das Gnaze nun ein paar Minuten leise köcheln lassen.

Gemüse, Safransauce und Fischfrikadellen zusammen servieren. Dazu gab es bei uns Salzkartoffeln.fischfrikadelle

Ostern auf Italienisch: Mini Torta Pasqualina

Da hat man sich so lange auf Ostern vorbereitet und dann ist es nun fast schon wieder vorbei – aber eben nur fast 😉 .

Nachdem ich Euch in den letzten Tagen bereits eine englische und eine polnische kulinarische Ostertradition vorgestellt habe, will ich Euch heute noch nach Italien mitnehmen.

Dort wird insbesondere am Ostermontag oft ein großes Picknick mit der ganzen Familie zelebriert, bei der eine typische, vegetarisch Speise nicht fehlen darf: die Torta Pasqualina.

Übersetzt heißt Torta Pasqualina einfach nur Ostertorte (das Osterfest heißt in Italien „Pasqua“) und ist ein herzhafter Kuchen gefüllt mit gekochten Eiern, Ricotta und Spinat. Besonders beliebt ist diese Osterspezialität in Ligurien (Norditalien).

Traditionell besteht der Boden der Torte aus 33 dünnen Schichten Teig, bestehed aus Mehl, Wasser, Salz und Olivenöl (für jedes Lebensjahr Jesu eine). Gefüllt wird der Kuchen mit einer herzhaften Mischung aus Spinat und Ricotta in die mit Hilfe eines Löffels kleine Mulden gedrückt werden, in die dann  ganze, rohe Eier hineinkommen. Und davon gleich 12 Stück pro Torte, als Symbol für die zwölf Apostel. Beim Backen werden die Eier fest und leuchten schön gelb beim Aufschneiden der Torte.

In meiner Version habe ich nur kleine Törtchen gebacken: die 33 Teigschichten habe ich spontan durch 3 ersetzt und statt Hühnereier die deutlich kleineren Wachteleier verwendet. So konnten die Mini-Torta-Pasqualina in Muffinförmchen gebacken werden.

Torta PasqualinaZutaten für 6 Stück:

5 Blätter Filoteig
250 g Spinat
1 kleine Zwiebel
150 g Ricotta
100 g geriebener Parmesan
6 Wachteleier

1 TL Rapsöl
etwas flüssige Butter
Salz und Pfeffer

Die Spinatblätter gründlich waschen und die Stiele entfernen. Die Zwiebel schälen und fein hacken. In etwas Rapsöl zunächst die Zwiebelwürfel glasig andünsten und dann den gewaschenen Spinat hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen und solange mitdünsten, bis die Blätter zusammengefallen sind. Dann abkühlen lassen.

Ricotta, geriebenen Parmesan und den Spinat gut vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Torta Pasqualina2Die Filoteigblätter vierteln. Je drei Vierecke übereinander legen und damit eine Mulde der Muffinform auskleiden. Je einen guten Löffel Spinat-Ricotta-Masse hineinfüllen und vorsichtig eine kleine Mulde  in die Masse drücken (geht am besten mit einem kleinen Espressolöffel). In jede Mulde nun vorsichtig ein Wachtelei hineingleiten lassen.

Torta Pasqualina3Nun nur noch die Filoteigblätter über das Ei schlagen und mit flüssiger Butter bestreichen. Im Ofen bei 170°C ca. 20-25 Minuten backen. Schmecken am besten noch lauwarm.

Torta Pasqualina4

 

Ostern auf Polnisch: saure Mehlsuppe zum Osterfrühstück (Żurek)

„Saure Mehlsuppe“ klingt im ersten Moment vielleicht nicht wirklich appetitlich – doch man sollte sie wirklich erst einmal probieren. Bisher konnte ich jeden Skeptiker überzeugen 😉 .

Ein Teller dieser saueren Mehlsuppe, genannt Żurek,  gehört unbedingt zu einem traditionellen, polnischen Osterfrühstück dazu. Die Basis der Suppe ist ein Sauerteigansatz aus Roggenschrott, der mit Aromaten wie Knoblauch, Lorbeer und Pfeffer einige Tage (ca. 3-5 Tage an einem warmen Ort) vor sich hin gärt, um sich anschließend mit einer Fleischbrühe (oft auf Basis von geräuchertem Fleisch) zur typischen, sämigen und säuerlichen Suppe zu verbinden. Für den Ansatz kann man entweder etwas Natursauerteig (z.B. vom Bäcker) verwenden oder wie ich es aus Kindertagen kenne, eine Scheibe altbackenes Sauerteigbrot mit in das Glas geben.

Serviert wird die Suppe mit geviertelten, hart gekochten Eiern und polnischen Würsten (zu Ostern auch gerne polnischen Weißwürsten, die sich allerdings deutlich von den Bayerischen Weißwürstchen unterscheiden) als Einlage.

Übrigens: diese Suppe ist wird in Polen nicht nur zu Ostern serviert – aber da gehört sie halt unbedingt dazu 😉 .

zurek polnische SuppeZutaten für den Ansatz:

1 Liter warmes Wasser
200 g Roggenvollkornschrot (gibt es im Reformhaus)
2 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
ein paar schwarze Pfefferkörner
1 Scheibe Sauerteigbrot (am besten den Knust)

Für die Suppe:

2 Liter Wasser
1 Bund Suppengrün
500 g geräucherte Schweinerippchen
150 ml Sahne
1 TL getrockneter Majoran
Salz und Pfeffer
Wurst und hart gekochte Eier als Einlage (optional)

zurek2Den Ansatz muss man ein paar Tage vorher machen: dafür den Roggenschrot in ein Glas geben und mit dem warmen Wasser aufgießen und gut verrühren. Knoblauchzehen schälen, halbieren und mit ins Glas geben. Nun noch 2 Lorbeerblätter, das Stück Brot und ein paar Pfefferkörner hinzufügen und das Glas mit einem Tuch abgedeckt (nicht mit Schraubdeckel verschließen) für ein paar Tage an einen warmen Ort stellen.

Für die Brühe das Suppengemüse putzen und mit den geräucherten Rippchen und Wasser aufsetzen. Mit Salz und Pfeffer würzen und ca. 1-1,5 Stunden köcheln lassen. Die Brühe abseihen und aufkochen lassen. In die kochende und abgeschmeckte Brühe den Saueransatz einrühren. Die Sahne hinzufügen und mit Majoran, Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit in Scheiben geschnittenen Würtschen und hart gekochten Eiern heiß servieren.

zurek

Englische Osterspezialität: Hot Cross Buns

Heute ist schon Palmsonntag, das bedeutet dass wir schon in einer Woche wieder Ostern feiern werden!

Heute möchte ich Euch daher nach England mitnehmen und Euch eine typisch englische Osterspezialität vorstellen.

Es erwarten uns dort herrlich nach Zimt, Nelken und Muskatnuss duftende Hot Cross Buns, die sowohl warm (mit etwas Butter bestrichen) als auch kalt einfach göttlich schmecken und in England insbesondere an Karfreitag gegessen werden.

Ihren Namen verdanken diese Hefeteigbrötchen der aufgespritzten Kreuz-Verziehrung, die den christlichen Glauben symbolisieren soll und in Erinnerung an die Kreuzigung Jesu die Brötchen schmückt.

Doch wie kommt das Kreuz auf die Brötchen? Da gibt es viele Varianten: das Kreuz kann  aus Zuckerglasur auf die fertigen Brötchen aufgespritzt werden oder durch eine kreuzförmige Abdeckung, so dass der Teig unter der Abdeckung hell bleibt entsehen. In der von mir vorgestellten Variante entsteht das Kreuz durch das Aufspritzen einer hellen Mehlpaste (Mehl mit Wasser vermischt) vor dem Backen auf die Brötchen.

hot_cross_buns

Zutaten für 10 Stück:

500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe
100 g Puderzucker
1 Ei
2 TL Zimt
1/2 TL frisch geriebene Muskatnuss
300 ml Milch
50 g Butter
1 handvoll Sultaninen

zusätzlich: 35 g Mehl und 40 ml Wasser

hot_cross_buns1Mehl, Zucker und Trockenhefe vermengen. Mit Zimt und Muskatnuss (und nach belieben Nelke) würzen und eine Prise Salz hinzufügen. Butter und Milch erwärmen und zusammen mit dem Ei unter die trockenen Zutaten mischen. Das geht mit den Knethaken am besten. Zum Schluß noch die Sultaninen unterkneten.

hot_cross_buns2Den Teig zugedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen. Nachdem der Teig sein Volumen verdoppelt hat, wird er nochmal kurz mit den Händen durchgeknetet und dann in 12 gleichgrosse Portionen aufgeteilt. Jede Teigportion wird zu einer Kugel geformt und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech (mit genügend Abstand zueinander) platziert. Nun weitere 30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit die 35g Mehl mit dem Wasser zu einem glatten Teig verrühren. Diesen in einen Spritzbeutel füllen und auf die gegangenen Brötchen je ein Kreuz draufspritzen.

hot_cross_buns3Die Brötchen nun im Ofen bei 180°C ca. 30 Minuten backen. Wer mag kann Sie noch mit Zuckerglasur anpinseln (ich hab nur etwas aufgelösten Honig drüber gestrichen, damit sie schön glänzen).

Schmecken am besten noch warm mit etwas guter Butter.

Schwedische Brottörtchen: Smörgastarta

Smörgastarta, das ist eine herzhaft belegte Brottorte, die auf großen Familienfesten in Schweden nicht fehlen darf. Sie fällt der Gästezahl entsprechend groß aus und wird gerne aufwendig dekoriert. Die Basis bilden Brotscheiben, die änlich einem Tortenboden mit verschiedenen Aufstrichen (oft auf Basis von Mayonnaise unter Zugabe von Fisch oder Krabben) bestrichen und aufeinander gestappelt werden. Schneidet man sich dann ein Stück der Torte ab, hat man ein lecker und üppig belegtes Sandwich 😉 .

Statt einer großen Smörgastarta habe ich kleine Törtchen gemacht. Diese machen sich auf dem Buffet auch toll und haben den Vorteil, nach dem ersten Buffet-Ansturm nicht so zerfleddert auszusehen, was bei so einem großen Kuchen schnell vorkommen kann.

Die Füllung meiner Brottörtchen besteht aus einer Thunfischcreme und Putenbrust. Umhüllt sind die Törtchen mit einem Meerrettichfrischkäse und mit frischen Gurken, Radieschen und Kresse garniert. Vielleicht nicht die ganz typische Ausführung, dafür aber sehr lecker ;-).

Übrigens auch die Finnen lieben ihre Brottorte: dort ist sie unter dem Namen „voileipäkakku“ bekannt.

schwedische BrottorteZutaten für 8 Törtchen:
 
8 Scheiben Roggenbrot
16 Scheiben Sndwichbrot (Vollkorn)
300 g Frischkäse
2 Dosen Thunfisch
16 dünne Scheiben Putenbrust
1 EL geriebener Meerrettich
3 EL Schmand
1 Gurke
1 Bund Radieschen
Kresse
etwas Butter
Saft einer halben Zitrone
Salz und Pfeffer
1 TL Schwarzkümmelsamen (optional)
 
smörgastartaDie Brotscheiben kreisrund ausstechen (wer keinen Ausstecher zur Hand hat, kann auch ein Wasserglas benutzen). Den Thunfisch gut abtropfen lassen und mit dem Schmand verrühren. Mit Salz, Pfeffer und dem Saft einer halben Zitrone abschmecken.
 
Die Gurke und die Radieschen waschen und in dünne Scheiben schneiden. Die Putenbrustscheiben wie das Brot ebenfalls kreisrund ausstechen. Den Frischkäse mit dem Meerrettich gut verrühren und ggf. mit Salz abschmecken.
 
Nun zunächst eine Sandwichbrotscheibe großzügig mit der Thunfischmasse bestreichen und eine gebutterte Roggenbrotscheibe (mit der Butter nach oben) drauflegen. Darauf kommen ein paar Gurkenscheiben und zwei kreisrunde Putenbrustscheiben und werden mit der zweiten Sandwichbrotscheibe abgedeckt.
 
Nun die Törtchen mit dem Meerrettichfrischkäse rundherum bestreichen und mit den Gurken- und Radieschenscheiben sowie Kresse garnieren. Darüber habe ich noch jeweils ein paar Schwarzkümmelsammen gestreut.
 
smörgastarta3

Nächster Halt: Spanien

Die vegetrarische Weltreise mit der charmanten Reiseleiterin Melli macht im März halt in Spanien, dem Land der Tapas ;-). Da bin ich dabei und steuere eine klassische Tortilla de patata, also ein spansiches Omlett mit Katoffeln bei. Außen goldgelb gebräunt und innen noch schön saftig, ist diese Eierspeise aus der spanischen Küche nicht wegzudenken. Ich habe die Tortilla noch mit herrlich aromatischen spanischen Oliven, gefüllt mit Mandeln, Knoblauch und Paprika, aufgepimpt, so dass es eine Kartoffel-Oliven-Tortilla geworden ist.

Vegetarische Weltreise - Spanien
 

Ein solches reichhaltiges Omlett wir in Spanien oft mit einer kleinen Salatbeilage als Haupmahlzeit serviert. Eine Tortilla kann aber auch, wenn wir schonmal im Land der Tapas sind, in kleine Würfel geschnitten (gerne auch kalt) als Häppchen gereicht werden. So oder so ist der spanische Klassiker einfach nur lecker und kann übrigens wunderbar auch mit anderen Gemüsesorten wie Paprika, Pilzen, Zucchini, und, und, und ergänzt werden.

tortilla
Zutaten für 2 Portionen:
 
3 große Kartoffeln
1 mittelgroße Zwiebel
4 Eier
1 handvoll grüne Oliven
Olivenöl
Salz und Pfeffer
 
Die Kartoffeln schälen und ca. 10 Minuten in Salzwasser vorkochen. Die Zwiebel schälen und würfeln. Die abgegossenen und leicht ausgekühlten Kartoffeln in Scheiben schneiden und zusammen mit den Zwiebelwürfeln in reichlich Olivenöl bei mittlerer Hitze anbraten.
 
tortilla2Die Eier mit Salz und Pfeffer würzen und mit Hilfe einer Gabel schaumig schlagen. Die Oliven grob zerhacken und zu den Kartoffeln in die Pfanne geben. Nun die Eier darüber giessen und die Masse langsam stocken lassen (nicht rühren).
 
Mit Hilfe eines Tellers wendet man die Tortilla, so dass sie auch von der anderen Seite goldgelb gebacken wird. Entweder im Ganzen als Hauptmahlzeit oder in kleine Würfel als Tapa servieren.
 
 
tortilla3

Frisch aus dem Ofen: Zimtschnecken

Zimtschnecken sind in Schweden ganz populär und unter dem Namen Kanelbullar bekannt. Es gibt sie mit oder ohne Zuckerguss. Man feiert dort sogar den „Kanelbullens dag“, also den offizielen Tag der Zimtschnecke. Toll, oder? Für mich, als absolute Zimtliebhaberin, könnte es solche Zimtschnecken, frisch aus dem Ofen, jeden Tag geben.

Die Rezeptur für diese Zimtschnecken ist die gleiche wie für das Zucker-Zimt-Zupfbrot, nur die Form ist etwas anders: fluffiger Hefeteig wird mit einer Zimt-Zucker-Butter-Mischung bestrichen und aufgerollt. In Muffinförmchen gebacken ergibt das Rezept so 12 herrlich leckere Kaffeepausen (wenn man nicht teilt) 😉 .

zimtschnecken
Zutaten für den Teig:
 2 3/4 Tassen Mehl
1/4 Tasse Zucker
1 Päckchen Trockehefe (7g)
60 g Butter
2 Eier
1 Prise Salz
1/2 Tasse lauwarme Milch
 
Für die Füllung:
4 EL braunen Zucker
2 EL Zimt
3 EL weiche Butter
1 EL Vanillezucker
 
 
In einer Schüssel 2 Tassen Mehl, den Zucker, Hefe und Salz vermischen. In einem Topf die Butter schmelzen, die Milch hinzufügen und das Ganze leicht abkühlen lassen, bis es nur noch lauwarm ist. Das flüssige Milch-Butter-Gemisch zu den übrigen Zutaten in die Schüssel gießen und durchmischen. Die Eier und das restliche Mehl hinzufügen und alles gut verkneten. Mit einem sauberen Tuch abgedeckt ca. 1 Std. an einem warmen Ort gehen lassen.
 
zimtschnecken2
Für die Füllung alle Zutaten gut verrühren. Den Teig zu einem Rechteck ausrollen und die Zuckermischung darauf gleichmässig verteilen. Nun den Teig zu einer Rolle formen und jeweils ca. 2 cm dicke Scheiben abschneiden. Die so entstandenen Schnecken in eine Muffinform legen. Die Schnecken werden bei 180°C ca. 20-25 Minuten gebacken.
 
zimtschnecken3